Rezension | "Zwei Wochen im Juni" - Anne Müller

Dienstag, 23. Juni 2020

"Ada liebt ihr Elternhaus an der Ostsee mit dem herrlichen Bauerngarten, doch nun heißt es, Abschied nehmen. Nach dem Tod der Mutter muss Gragaard verkauft werden. Zusammen mit ihrer Schwester Toni räumt sie Haus und Bootsschuppen aus, und eine Reise in die Vergangenheit beginnt: Da sind die Abendkleider der Mutter, die die rauschenden Sommerfeste wiederaufleben lassen und die glücklichen Tage, bevor der Vater die Familie verließ. Und da sind die Ölporträts, die der russische Maler Maxim, um dessen Aufmerksamkeit die Mädchen buhlten, einst von ihnen angefertigt hat. Als sie im Sekretär einen Brief der Mutter an sie beide finden, fasst Ada endlich den Mut, sich ihren Sehnsüchten zu stellen, und aus dem Abschied wird Aufbruch." (Quelle: Randomhouse.de)


Erscheinungsjahr: 2020
Format: Hardcover
Seiten: 240
Genre: Roman
Verlag: Penguin

Buchempfehlung | "Bis die Zeit verschwimmt" - Svenja K. Buchner

Mittwoch, 29. April 2020

Ich möchte euch heute gern ein weiteres Jugendbuch ans Herz legen, welches ich mit großer Freude gelesen habe. (Danke an den Verlag für das Rezensionsexemplar!)

Zeit. Für Helene bleibt sie stehen, als ihre beste Freundin Cassie stirbt. Weiterleben kann sie nur, indem sie Antworten sucht – beim Amokläufer, bei seinen Opfern, bei den Hinterbliebenen. Helene verliert sich in Wut, Trauer und Schuld. Nur manchmal, zusammen mit Erik, kommt das längst vergessene Gefühl der Leichtigkeit zurück. Aber darauf kann Helene sich nicht einlassen, ohne Cassie zu verraten ...( Quelle: lovelybooks.de)

Erscheinungsjahr: 2020
Format: Hardcover
Seiten: 319
Genre: Jugendroman/ Coming-of-Age
Altersempfehlung: ab 13 Jahren
Verlag: Thienemann

Über die eigene Lesebiografie reflektieren - Sechs Fragen

Freitag, 10. April 2020

Ich habe in meinem ersten Semester an der Uni eine Aufgabe erfüllen müssen, die bei den anderen Studierenden, die diese Vorlesung besuchten, größtenteils Unmut hervorrief. "Schreibt eure eigene Lesebiografie!" Es war nachvollziehbar, dass viele meiner Kommilitonen in dieser Aufgabe keinen Sinn erkennen konnten, da die meisten von ihnen kaum lasen. Ich dagegen fand die Idee toll. Und je länger ich über meinen Kontakt mit Büchern nachdachte und mein Leseverhalten reflektierte, desto mehr konnte ich erkennen, dass mein Bezug zum Lesen stark mit meiner Sozialisation, meiner Familie und dem Verlauf meines weiteren Lebens verknüpft ist.

Weil ich sehr neugierig bin, wie eure Lesebiografie aussieht, habe ich mir ein paar Fragen überlegt, die ihr gern in euren eigenen Blog kopieren könnt, um sie ebenfalls zu beantworten! Ich würde mich sehr darüber freuen. :-)
Man kann viele interessante Schlüsse über die eigene Kindheit ziehen und meiner Meinung nach macht das dieses diffuse Konstrukt "Leseförderung" ein bisschen transparenter und leichter zu verstehen: Was ist nötig, um einen Menschen zum Lesen zu bringen? Und da viele von uns nun (mehr oder weniger) zu Hause gefangen sind, ist es doch genau die richtige Zeit, um mal die eigene Vergangenheit zu reflektieren. Ich denke, es ist in den meisten Fällen die bessere Alternative zum minutiösen Verfolgen der Tagesnachrichten. ;-)

[Kein Kind ist falsch - Buchvorstellung] "Als wir Adler wurden" - Uticha Marmon

Freitag, 3. April 2020

Hallo, ihr Lieben!
Ich setze heute meine Blogaktion fort und stelle euch ein Kinderbuch vor, in welchem sehr eindrücklich erzählt wird, was Vorurteile, Hass und eine falsche Vorstellung von Gerechtigkeit mit Freunden, Nachbarn, Arbeitskollegen anstellen können und wie eine ganze Siedlung kollektiv wegschaut, wenn die Abneigung zu Rassismus wird.

Jannik und Loni sind beste Freunde. Zusammen mit den anderen Kindern aus der Straße erleben sie die genialsten Abenteuer. Die Geschichten dafür gibt Bo vor, Janniks älterer Bruder. Doch irgendwann verändern sich ihre Spiele, denn Bo erfindet immer neue Regeln. Eine davon lautet: Loni ist anders. Und das nur, weil ihre Mutter aus Kenia kommt. Jannik muss sich entscheiden, was ihm wichtiger ist – dazuzugehören, oder Loni als Freundin nicht zu verlieren. Aber dann passiert etwas, was niemand vorausgesehen hat … (Quelle: FISCHER Sauerländer)

Erscheinungsjahr: 2020
Format: Hardcover
Seiten: 224
Genre: Kinderbuch
Altersempfehlung: ab 9 Jahren
Verlag: FISCHER Sauerländer

[Rezension] "Die stummen Wächter von Lockwood Manor" - Jane Healey

Dienstag, 31. März 2020

Heute möchte ich einen Roman vorstellen, der zu einem Genre zählt, welches ich normalerweise eher selten zur Hand nehme...eine Historie. Dieser hier hat mich trotzdem sehr positiv überrascht.

1939. Hetty Cartwright muss eine Sammlung des Londoner Natural History Museum vor dem heraufziehenden Krieg in Sicherheit bringen – ins verfallene Herrenhaus Lockwood Manor. Doch das Haus wirkt auf Hetty wie verflucht: Ihre geliebten Exponate, der ausgestopfte Panther, die Kolibris und der Eisbär, verschwinden, werden zerstört und scheinen nachts umherzuwandern. Zusammen mit der Tochter des tyrannischen Hausherrn, Lucy Lockwood, versucht Hetty, die nächtlichen Geschehnisse zu ergründen, und bringt ein tragisches Geheimnis ans Licht. Eine fesselnde und betörende Geschichte über eine große Liebe und den Wahnsinn einer Familie, ihre lang vergrabenen Geheimnisse und versteckten Sehnsüchte. (Quelle: Hanser)

Erscheinungsjahr: 2020
Genre: Historischer Roman, Liebesroman
Sprache: Deutsch (übersetzt von Susanne Keller)
Verlag: hanserblau
Seiten: 384

Schubladendenken

Montag, 30. März 2020

Heute habe ich
eine Schublade aufgezogen
in meinem Gedächtnis.
Aus Versehen,
ich wusste gar nicht mehr, 
was ich dort alles verstaut hatte.
Und jetzt denke ich,
dass es vielleicht besser gewesen wäre,
sie irgendwie zu markieren,
damit ich sie auf keinen Fall 
versehentlich öffnen kann.

Nun ist die Schublade auseinandergefallen,
so spröde war sie schon,
und all die sorgsam archivierten Erinnerungen 
haben sich 
über meinen Boden der Tatsachen
verteilt,
und mein Blick ist wie 
festgefroren
darauf gerichtet,
und es wird wieder 
so,
so
lange dauern,
bis ich den ganzen Mist
zurück in den Schrank
gestopft habe.

Meine Fassungslosigkeit über das Verharmlosen von sexueller Nötigung in "AbendGewitter" - D. C. Odesza

Samstag, 28. März 2020

[SPOILERGEFAHR, NOT SORRY] Freunde, ich bin enttäuscht. Und zwar so richtig. Ich denke, ich irre mich nicht, wenn ich behaupte, der Großteil von euch kennt die berüchtigte "Panama"-Reihe von D. C. Odesza, oder? Auf Lovelybooks hat der erste Teil, AbendGewitter, unglaubliche 4,8 Sterne und auf Amazon haben die beiden Folgenden Bände sogar 4,9!! Tja, was soll ich sagen - ich habe mich blenden lassen. Aber lest selbst.

Panama. Zwei junge Studentinnen treten ihr Auslandsjahr an. Das erste Ziel ist Panama-Stadt. Allerdings ahnen beide noch nicht, dass sie das Land nicht mehr so schnell verlassen werden. Vom ersten Tag an scheint sie das Finstere zu verfolgen. Das Dunkle, das kein Gesicht besitzt, sondern eine Maske. ALESSIO! Wer ist dieser rätselhafte Mann? Ein Schatten? Ein Feind? Oder doch ein Beschützer?
Wohl kaum …
(Quelle: Amazon)

Erscheinungsjahr: 2019
Genre: Erotik
Sprache: Deutsch
Verlag: M.N.
Seiten: 444