[Interview] Cornelius Pollmer über sein Buch, das Heimatsuchen und -finden und Ostdeutschland

Montag, 28. Dezember 2020

Ihr Lieben, 

Cornelius Pollmer; Foto: Amac Garbe
auf diesen Beitrag freue ich mich schon seit mindestens 3 Wochen und ich bin froh, ihn nun endlich mit euch teilen zu können! Das Buch "Heut ist irgendwie ein komischer Tag" habe ich 2019 rezensiert und war ganz begeistert (bin ich immer noch). Nun habe ich die Gelegenheit gehabt, Autor des Buches mit meinen Fragen zu bombardieren. Cornelius Pollmer, gebürtiger Dresdner, schreibt in Ostdeutschland für die Süddeutsche Zeitung und hat nach "Randland", einer Sammlung seiner Texte über den Osten (2018, Thelem), Brandenburg auf den Spuren Fontanes durchwandert und darüber in seinem Buch "Heut ist irgendwieein komischer Tag" (2019, Penguin) berichtet. Vor Weihnachten haben wir uns also über sein "Brandenbuch", wie Cornelius Pollmer es nennt, gesprochen, aber auch den Begriff der Heimat, Gerhard Gundermann und Ostdeutschland. Ich als Brandenburgerin habe aus dem Gespräch viel mitgenommen und hoffe, ihr habt ähnlich viel Spaß beim Lesen! Ganz besonders freue ich mich darauf, nun "Randland" zu lesen und mein Leseerlebnis dann mit euch zu teilen. Sicher bin ich mir jetzt, dass dieses Interview nur der Beginn einer Reihe sein wird, denn ich bin motiviert, angefixt und will mehr! ;)

24. Dezember [Literarischer Adventskalender]

Donnerstag, 24. Dezember 2020

 

Ich wünsche euch allen ein besinnliches Weihnachtsfest, ein paar ruhige und erholsame Feiertage und einen reich bestückten Gabentisch. Macht es euch gemütlich und reflektiert die schönen Erlebnisse des Jahres 2020. Und dann freue ich mich darauf, auch im nächsten Jahr gemeinsam mit euch zu bloggen und über Bücher zu sprechen. Bleibt gesund,

eure Isa

23. Dezember [Literarischer Adventskalender]


Wo die Zweige am dichtesten hangen,
die Wege am tiefsten verschneit,
da ist um die Dämmerzeit
im Walde das Christkind gegangen.

Es musste sich wacker plagen,
denn einen riesigen Sack
hat's meilenweit huckepack
auf den schmächtigen Schultern getragen.

Zwei spielende Häschen sassen
geduckt am schneeigen Rain.
Die traf solch blendender Schein,
dass sie das Spielen vergassen.

Doch das Eichhorn hob schnuppernd die Ohren
und suchte die halbe Nacht,
ob das Christkind von all seiner Pracht
nicht ein einziges Nüsschen verloren.

22. Dezember [Literarischer Adventskalender]



Christkind kam in den Winterwald,
der Schnee war weiß, der Schnee war kalt.
Doch als das heil'ge Kind erschien,
fing's an, im Winterwald zu blühn.

Christkindlein trat zum Apfelbaum,
erweckt ihn aus dem Wintertraum.
"Schenk Äpfel süß, schenk Äpfel zart,
schenk Äpfel mir von aller Art!"

Der Apfelbaum, er rüttelt sich,
der Apfelbaum, er schüttelt sich.
Da regnet's Äpfel ringsumher;
Christkindlein's Taschen wurden schwer.

Die süßen Früchte alle nahm's,
und so zu den Menschen kam's.
Nun, holde Mäulchen, kommt, verzehrt,
was euch Christkindlein hat beschert!

21. Dezember [Literarischer Adventskalender]

Mittwoch, 23. Dezember 2020

 

Es ist Zeit für ein wenig Selbstwertschätzung, gerade  weil wir das ALLE benötigen, wenn sonst niemand da ist, der es uns sagt. Deshalb seid nun ihr dran: Auf welchen Post, den ihr 2020 verfasst habt, seid ihr besonders stolz? Welcher Post hat mehr Aufmerksamkeit verdient, als er bekommen hat? Welchen Beitrag würdet ihr am liebsten jedem Leser ans Herz legen? Welcher erinnert euch an ein schönes Erlebnis?

Ich kann mich ehrlich gesagt nicht entscheiden, welcher meiner Artikel mir am wichtigsten erscheint. Jeder hat auf seine Weise eine Daseinsberechtigung. Ich möchte damit nicht sagen, dass ich sie alle super finde, aber in den meisten Artikeln steckt viel Mühe und Herzblut. Der meiste Aufwand und die größte Verzweiflung steckt allerdings in diesem Post:

[KEIN KIND IST FALSCH] INTERESSANTE FLUCHTLITERATUR. EINE LISTE.


Gemessen am Frustrationsgrad und dem (darauf folgenden) Erfolg, dass nach stundenlangem Basteln am Code endlich diese Klappbox und die Verlinkung funktioniert hat, bin ich damit zufrieden und ich hoffe, ich kann die Liste noch weiter ausbauen. Ich habe in diesem Jahr aber über viele Themen geschrieben, die mich antreiben und das werde ich weiterhin tun; nach Weihnachten veröffentliche einen Beitrag, der noch das Potential hat, mein Liebling zu werden und darauf freue ich mich schon. ;) 

Verlinkt gern eure Beiträge in den Kommentaren, ich werde sie mir alle anschauen und hoffe, dass wir uns so gegenseitig Wertschätzung entgegenbringen können. <3

20. Dezember [Literarischer Adventskalender]

Dienstag, 22. Dezember 2020

Jólabókaflóð - Bücherflut in Island

Na, habt ihr davon schon einmal gehört? Ich habe von der Bücherflut zu Weihnachten 2018 gelesen und war begeistert. Begeistert von der wohl schönsten Weihnachtstradition der Welt, die ganz einfach ist: In Island schenken die meisten Menschen (über 70%) mindestens ein Buch zu Weihnachten. Noch kein Geschenk für die Liebsten? Bücher! Der Buchmarkt senkt in Island in der Weihnachtszeit die Preise, überall werden Bücher verkauft. Richtig cool ist (und da bin ich etwas neidisch), dass ein Katalog mit allen Neuerscheinungen des Jahres an alle Haushalte verschickt werden - so wie bei uns die Prospekte von den Supermärkten. Natürlich erscheinen in Island wohl weniger Bücher im Verlauf eines Jahres als hierzulande, aber viele Neuerscheinungen verliere ich leider aus dem Blick, wenn wenige gehypte Bücher den Platz auf der Bühne für sich beanspruchen.
Nun, jedenfalls verschenke ich seit Jahren zu Weihnachten und (den meisten) Geburtstagen mindestens ein Buch und so ist es auch dieses Jahr. 

Und nun bin ich gespannt: Was verschenkt ihr dieses Jahr? Welche Bücher würdet ihr gern unter dem Weihnachtsbaum entdecken?

19. Dezember [Literarischer Adventskalender]

Samstag, 19. Dezember 2020

London, 19. Dezember 1855
3 1/2 Uhr morgens

Im Café Divan wieder einmal
Starr' ich still in die flammenden Leuchter,
Das Herz wird weihnachtssentimental,
Und die Wimpern werden feuchter;
Doch zwischen die Tränen tritt Freund Humor,
Ein gemütlich-lustiger Lerse,
Und nur ein leiser Trauerflor
Legt sich um die lachenden Verse.

Ich seh' im Geist ein rumpliges Haus
Und eine rumplige Stube,
Drei Frauen gehen ein und aus.
Und der vierte ist mein Bube;
Die älteste Frau hat schwarzes Haar,
Und die jüngste hat es nicht minder,
Das macht, es ist, wie's immer war,
Es ähneln sich Mutter und Kinder.

Die dritte sieht ihren Knaben an
Unter Lachen und unter Weinen,
Die denkt: ich hab' eine Art von Mann
Und hab' auch wieder keinen.
Der Junge spielt und fährt über See,
Um seinen Vater zu suchen,
Er ruft: "Lieb Mutter mein, ade,
Ich hole den Butterkuchen."

Der Vater, ach, ihm ist nicht nett,
Er muss sich wehren und stemmen,
Er säße viel lieber im Kabriolett
Und passierte Friesack und Kremmen,
Er spränge gern zum Wagen hinaus
Am Kanal und der Kirchplatz-Ecke,
Und schleppte gern in das rumplige Haus
Den besten der Ruprechtsäcke.

Es kann nicht sein; am Londoner Strand,
In Simpsons stolzer Taverne,
Legt an die Stirn er seine Hand 
Und träumt sich ferne, ferne;
Er sieht durch Nebel und über das Meer
Eine Fülle lieber Gesichter,
Und heimisch wird es um ihn her,
Als brennten die Weihnachtslichter.

Theodor Fontane

18. Dezember [Literarischer Adventskalender]

Freitag, 18. Dezember 2020

Weihnachten

Johann Wolfgang von Goethe

Bäume leuchtend, Bäume blendend,
Überall das Süße spendend,
In dem Glanze sich bewegend,
Alt und junges Herz erregend –
Solch ein Fest ist uns bescheret,
Mancher Gaben Schmuck verehret;
Staunend schaun wir auf und nieder,
Hin und her und immer wieder.

17. Dezember [Literarischer Adventskalender]

 Herrje, ich hänge ganz schön hinterher mit meinen Posts. Aber ich bin trotzdem stolz auf mich, dass ich die Beiträge zumindest nachträglich noch hochlade und damit nun schon mehr geschrieben habe als im gesamten Jahr 2019. Heute (also eigentlich gestern, es ist bereits der 18.12. und ich schreibe für den 17. ) möchte ich gar nicht einen spezifischen Text mit einem weihnachtlichen Thema posten, sondern mit euch etwas Anderes besprechen! 

Ich lese ja sehr gern Gedichte, neue und alte, aber was mir noch mehr Freude macht, ist sie zu rezitieren. Nur für mich, ohne Publikum. Auch wenn es vielleicht nur ein paar Verse sind, weil mir der Rest des Gedichts gerade nicht mehr einfällt. Meistens sind es Werke von Fontane oder Rilke: Fontane, wenn die Lebensfreude übersprudelt und ich nicht weiß, wohin mit mir - Rilke hingegen, wenn da etwas Trauriges in mir ist, und ich, naja, nicht weiß, wohin mit mir. Warum diese Einteilung, das weiß ich nicht. 

Jedenfalls habe ich im letzten Jahr das Gedicht "Dieses Gedicht hat keinen Titel" von Rolf Dieter Brinkmann gefunden, welches mich als Text wohl nie interessiert hätte, weil es kaum Schnittstellen mit meinem Leben hat, aber ich habe es auf YouTube als Inszenierung durch Alexander Scheer gesehen und es war der Wahnsinn. Seitdem schleiche ich um diesen Text herum, lese hier und da mal ein paar Verse und hege den Wunsch, wenigstens ein winziges Stück dieser Energie und Authentizität zu besitzen. 

Ich habe euch das Video hier im Folgenden mal eingebunden und freue mich, wenn ihr Lust habt, es ebenfalls einmal zu schauen. Was haltet ihr davon? 

16. Dezember [Literarischer Adventskalender]

Mittwoch, 16. Dezember 2020


15. Dezember [Literarischer Adventskalender]

Dienstag, 15. Dezember 2020



Ich sehn‘ mich so nach einem Landder Ruhe und Geborgenheit
Ich glaub‘, ich hab’s einmal gekannt,
als ich den Sternenhimmel weit
und klar vor meinen Augen sah,
unendlich großes Weltenall.
Und etwas dann mit mir geschah:
Ich ahnte, spürte auf einmal,
daß alles: Sterne, Berg und Tal,
ob ferne Länder, fremdes Volk,
sei es der Mond, sei’s Sonnnenstrahl,
daß Regen, Schnee und jede Wolk,
daß all das in mir drin ich find,
verkleinert, einmalig und schön
Ich muß gar nicht zu jedem hin,
ich spür das Schwingen, spür die Tön‘
ein’s jeden Dinges, nah und fern,
wenn ich mich öffne und werd‘ still
in Ehrfurcht vor dem großen Herrn,
der all dies schuf und halten will.
Ich glaube, daß war der Moment,
den sicher jeder von euch kennt,
in dem der Mensch zur Lieb‘ bereit:
Ich glaub, da ist Weihnachten nicht weit!

14. Dezember [Literarischer Adventskalender]

Montag, 14. Dezember 2020


Es war einmal ein Tänneleinmit braunen Kuchenherzlein
und Glitzergold und Äpflein fein
und vielen bunten Kerzlein:
das war am Weihnachtsfest so grün
als fing es eben an zu blühn.

Doch nach nicht gar zu langer Zeit,
da stands im Garten unten
und seine ganze Herrlichkeit
war, ach, dahingeschwunden.

Die grünen Nadeln war´n verdorrt
die Herzlein und die Kerzen fort.
Bis eines Tags der Gärtner kam
den fror zu Haus im Dunkeln,

und es in seinen Ofen nahm-
Hei! Tats da sprühn und funkeln!
Und flammte jubelnd himmelwärts
in hundert Flämmlein in Gottes Herz.

Christian Morgenstern

13. Dezember [Literarischer Adventskalender]

Sonntag, 13. Dezember 2020

 


Gewonnen bei meinem Lesezeichengewinnspiel zum Nikolaus hat Aleshanee von Weltenwanderer! Herzlichen Glückwunsch :-)

Ausgelost habe ich, indem ich jedem gültigen Kommentar eine Zahl zugeordnet habe und dann mit Hilfe eines Zufallsgenerators mir eine der Zahlen hab nennen lassen.


Ich wünsche euch allen noch einen schönen 3. Advent!

12. Dezember [Literarischer Adventskalender]

Samstag, 12. Dezember 2020


Christtag früh. Es ist noch Nacht, lieber Kestner, ich bin aufgestanden, um bei Lichte morgens wieder zu schreiben, das mir angenehme Erinnerungen voriger Zeiten zurückruft; ich habe mir Coffee machen lassen, den Festtag zu ehren, und will euch schreiben, bis es Tag ist. Der Türmer hat sein Lied schon geblasen, ich wachte darüber auf. Gelobet seist du, Jesus Christ! Ich hab diese Zeit des Jahrs gar lieb, die Lieder, die man singt, und die Kälte, die eingefallen ist, macht mich vollends vergnügt. ich habe gestern einen herrlichen Tag gehabt, ich fürchtete für den heutigen, aber der ist auch gut begonnen, und da ist mirs fürs Enden nicht angst.
Der Türmer hat sich wieder zu mir gekehrt; der Nordwind bringt mir seine Melodie, als blies er vor meinem Fenster. Gestern, lieber Kestner, war ich mit einigen guten Jungens auf dem Lande; unsre Lustbarkeit war sehr laut und Geschrei und Gelächter von Anfang zu ende. Das taugt sonst nichts für de kommende Stunde. Doch was können die heiligen Götter nicht wenden, wenn's ihnen beliebt; sie gaben mir einen frohen Abend, ich hatte keinen Wein getrunken, mein Aug war ganz unbefangen über die Natur. Ein schöner Abend, als wir zurückgingen; es ward Nacht. Nun muss ich Dir sagen, das ist immer eine Sympathie für meine Seele, wenn die Sonne lang hinunter ist und die Nacht von Morgen heraus nach Nord und Süd um sich gegriffen hat, und nur noch ein dämmernder Kreis von Abend herausleuchtet. Seht, Kestner, wo das Land flach ist, ist's das herrlichste Schauspiel, ich habe jünger und wärmer stundenlang so ihr zugesehn hinabdämmern auf meinen Wanderungen. Auf der Brücke hielt ich still. Die düstre Stadt zu beiden Seiten, der still leuchtende Horizont, der Widerschein im Fluss machte einen köstlichen Eindruck in meine Seele, den ich mit beiden Armen umfasste.

Ich lief zu den Gerocks, ließ mir Bleistift geben und Papier und zeichnete zu meiner großen Freude das ganze Bild so dämmernd warm, als es in meiner Seele stand. Sie hatten alle Freude mit mir darüber, empfanden alles, was ich gemacht hatte, und da war ich's erst gewiss, ich bot ihnen an, drum zu würfeln, sie schlugen es aus und wollen, ich soll's Mercken schicken. Nun hängt es hier an meiner Wand und freut mich heute wie gestern. Wir hatten einen schönen Abend zusammen, wie Leute, denen das Glück ein großes Geschenk gemacht hat, und ich schlief ein, den Heiligen im Himmel dankend, daß sie uns Kinderfreude zum Christ bescheren wollen.

Als ich über den Markt ging und die vielen Lichter und Spielsachen sah, dacht ich an euch und meine Buben, wie ihr ihnen kommen würdet, diesen Augenblick ein himmlischer Bote mit dem blauen Evangelio, und wie aufgerollt sie das Buch erbauen werde.

Hätte ich bei euch sein können, ich hätte wollen so ein Fest Wachsstöcke illuminieren, dass es in den kleinen Köpfen ein Widerschein der Herrlichkeit des Himmels geglänzt hätte. Die Torschließer kommen vom Bürgermeister und rasseln mit den Schlüsseln. Das erste Grau des Tags kommt mir über des Nachbarn Haus, und die Glocken läuten eine christliche Gemeinde zusammen. Wohl, ich bin erbaut hier oben auf meiner Stube, die ich lang nicht so lieb hatte als jetzt.

11. Dezember [Literarischer Adventskalender]

Freitag, 11. Dezember 2020

 Lesechallenge-Zeit!

Das Thema heute ist denkbar einfach und genau das, was ich nächstes Jahr machen will, auch wenn sich einige Punkte auf der liste links wirklich kompliziert lesen. Aber was solls ;) 52 Bücher sind weniger als 100, die ich sowieso nicht schaffen werde, weil das nächste Jahr bereits mit den letzten Hausarbeiten, Praktika, der Bachelorarbeit und dem Beginn des Masters absolut verplant ist. Wahrscheinlich schaffe ich nicht einmal 52 Bücher (außerhalb meines eh schon vorhandenen SuB), aber der Wille ist da. Noch.

Gefunden bei The 52 Book Club. Wenn ihr auf das Bild klickt und es mit Rechtsklick in einem neuen Tab öffnet, könnt ihr es in Originalgröße ansehen.

10. Dezember - Einstieg in die Selbstversorgung - drei Bücher im Vergleich [Literarischer Adventskalender]

Donnerstag, 10. Dezember 2020

Guten Abend, ihr Lieben! 

Heute folgen im literarischen Adventskalender 3 Buchtipps für euch oder eure Bekannten, denn wir haben Dezember, das Jahr neigt sich dem Ende zu und damit ist die beste Zeit jetzt, um sich ein paar Gedanken zu machen, was im nächsten Frühling passieren soll (im Garten und auch im Haus) und was dafür im Winter (also jetzt) vorbereitet werden soll.

9. Dezember [Literarischer Adventskalender]

Mittwoch, 9. Dezember 2020

 


8. Dezember [Literarischer Adventskalender]

Dienstag, 8. Dezember 2020



Markt und Straßen stehn verlassen,
Still erleuchtet jedes Haus,
Sinnend geh ich durch die Gassen,
Alles sieht so festlich aus.

An den Fenstern haben Frauen
Buntes Spielzeug fromm geschmückt,
Tausend Kindlein stehn und schauen,
Sind so wunderstill beglückt.

Und ich wandre aus den Mauern
Bis hinaus ins freie Feld,
Hehres Glänzen, heil'ges Schauern!
Wie so weit und still die Welt!

Sterne hoch die Kreise schlingen,
Aus des Schnees Einsamkeit
Steigt's wie wunderbares Singen
O du gnadenreiche Zeit!

7. Dezember [Literarischer Adventskalender]

Montag, 7. Dezember 2020

 

Draußen auf der Straße war es tiefe Dämmerung; er fühlte die frische Winterluft auf seiner heißen Stirn. Hie und da fiel der helle Schein eines brennenden Tannebaums aus den Fenstern, dann und wann hörte man von drinnen das Geräusch von kleinen Pfeifen und Blechtrompeten und dazwischen jubelnde Kinderstimmen. Scharen von Bettelkindern gingen von Haus zu Haus oder stiegen auf die Treppengeländer und suchten durch die Fenster einen Blick in die versagte Herrlichkeit zu gewinnen. Mitunter wurde auch eine Tür plötzlich aufgerissen und die scheltende Stimmen trieben einen ganzen Schwarm solcher kleinen Gäste aus dem hellen Hause auf die dunkle Gasse hinaus; anderswo wurde auf dem Hausflur ein altes Weihnachtslied gesungen; es waren klare Mädchenstimmen darunter. Reinhardt hörte sie nicht, er ging rasch an allem vorüber, aus einer Straße in die andere. Als er an seine Wohnung gekommen, war es fast völlig dunkel geworden; er stolperte die Treppe hinauf und trat in seine Stube. Ein süßer Duft schlug ihm entgegen; das heimelte ihn an, das roch wie zu Haus der Mutter Weihnachtsstube. Mit zitternder Hand zündete er sein Licht an; da lag ein mächtiges Paket auf dem Tisch, und als er es öffnete, fielen die wohl bekannten braunen Festkuchen heraus; auf einigen waren die Anfangsbuchstaben seines Namens in Zucker ausgestreut; das konnte niemand anders als Elisabeth getan haben. Dann kam ein Päckchen mit feiner gestickter Wäsche zum Vorschein, Tücher und Manschetten, zuletzt Briefe von der Mutter und von Elisabeth. Reinhardt öffnete zuerst den Letzteren; Elisabeth schrieb:

6. Dezember VERLOSUNG [Literarischer Adventskalender]

Sonntag, 6. Dezember 2020


Es wird Weihnachten! Mein ganzes Haus riecht schon 
nach braunem Kuchen – versteht sich nach Mutters Rezept –, und ich sitze sozusagen 
schon seit Wochen im Scheine des Tannenbaums. 
Ja, wie ich den Nagel meines Daumens besehe, so ist auch der schon halbwegvergoldet.
- Theodor Storm -


Ihr Lieben,
ich wünsche euch einen schönen 2. Adventssonntag und einen fleißigen Nikolaus! Hier bei mir hat der gute Herr auch vorbeigeschaut und mir eine Kleinigkeit für einen von euch dagelassen ;) Er hat leider vergessen, für wen diese Gabe war, deshalb musste ich ihm versprechen, es für ihn herauszufinden... Spaß beiseite, ich schreibe diese Zeilen gerade vor und es ist gleich Mitternacht, ich habe bis eben gearbeitet (hoch lebe das Home-Office und nahende Deadlines) und bin hundemüde, also verzeiht mir, wenn ich etwas überdreht wirke. 

Eine kleine Nikolausgabe habe ich aber trotzdem: ich verlose ein personalisiertes Aquarell-Lesezeichen Marke Eigenkreation, laminiert, damit die Tränen beim Lesen abperlen können ;) 
Das Motiv ist noch eine Überraschung, aber ein paar Beispiele folgen:

5. Dezember [Literarischer Adventskalender]

Samstag, 5. Dezember 2020

Alles still! Es tanzt den Reigen
Mondenstrahl in Wald und Flur,
Und darüber thront das Schweigen
Und der Winterhimmel nur.

Alles still! Vergeblich lauschet
Man der Krähe heisrem Schrei.
Keiner Fichte Wipfel rauschet,
Und kein Bächlein summt vorbei.

Alles still! Die Dorfeshütten
Sind wie Gräber anzusehn,
Die, von Schnee bedeckt, inmitten
Eines weiten Friedhofs stehn.

Alles still! Nichts hör ich klopfen
Als mein Herze durch die Nacht -
Heiße Tränen niedertropfen
Auf die kalte Winterpracht.

4. Dezember [Literarischer Adventskalender]

Freitag, 4. Dezember 2020

Ich wende mich an dich selbst, sehr geneigter Leser oder Zuhörer Fritz - Theodor - Ernst - oder wie du sonst heißen magst, und bitte dich, dass du dir deinen letzten, mit schönen bunten Gaben reich geschmückten Weihnachtstisch recht lebhaft vor Augen bringen mögest, dann wirst du es dir wohl auch denken können, wie die Kinder mit glänzenden Augen ganz verstummt stehen blieben, wie erst nach einer Weile Marie mit einem tiefen Seufzer rief: "Ach, wie schön - ach, wie schön", und Fritz einige Luftsprünge versuchte, die ihm überaus wohl gerieten. Aber die Kinder mussten auch das ganze Jahr über besonders artig und fromm gewesen sein, denn nie war ihnen so viel Schönes, Herrliches einbeschert worden als dieses Mal. Der große Tannenbaum in der Mitte trug viele goldne und silberne Äpfel, und wie Knospen und Blüten keimten Zuckermandeln und bunte Bonbons und was es sonst noch für schönes Naschwerk gibt aus allen Ästen. Als das Schönste an dem Wunderbaum musste wohl aber gerühmt werden, dass in seinen dunklen Zweigen hundert kleine Lichter wie Sternlein funkelten und er selbst in sich hinein- und herausleuchtend die Kinder freundlich einlud, seine Blüten und Früchte zu pflücken.

Aus: E. T. A. Hoffmann (1816). Nussknacker und Mausekönig. Husum/Nordsee: Hamburger Lesehefte Verlag. (überarbeitet nach neuen amtlichen Richtlinien der Rechtschreibung, 2001)

Sagt mal, wie findet ihr eigentlich solche Illustrationen? Ich habe heute mal mein altes Grafiktablet wieder herausgekramt und ein bisschen herumprobiert - mir persönlich gefällt sowas ja sehr gut, weil ich damit vielfältigere Möglichkeiten der Gestaltung habe als mit Fotos (meine eigenen reichen motivmäßig manchmal nicht aus und lizenzfreie Bilder nutze ich nur ganz, ganz selten), aber es ist eben auch jede Menge Mehraufwand. Lohnt sich das für euch als meine Leser? Äußert euch dazu gern in den Kommentaren <3

3. Dezember [Literarischer Adventskalender]

Donnerstag, 3. Dezember 2020

2. Dezember [Literarischer Adventskalender]

Mittwoch, 2. Dezember 2020

Es ist noch Zeit für einen Brief an den Weihnachtsmann! Also nehmt euch einen Stift oder drückt ihn euren Kindern in die Hand und auf gehts :-) Bis zum dritten Advent können noch Briefe verschickt werden. Ich habe damals mit meiner Hort-Gruppe einen Ausflug in die Stube des Weihnachtsmannes nach Himmelpfort gemacht, mit dem ihm und seinen Engelchen Kakao getrunken und kurz vor Weihnachten einen Antwortbrief auf meinen Wunschzettel erhalten. Daran erinnere ich mich jetzt noch gerne.

Weil ich diese Tradition einfach schön finde, möchte ich hier die Geschichte der Weihnachtspostfiliale in Himmelpfort (Warum gerade die? Na weil Brandenburg meine Heimat ist ;) ) teilen:

Die Geschichte des Weihnachtsmannes in Himmelpfort reicht bis ins Jahr 1984 zurück. Damals schrieben zwei Kinder aus Berlin und Sachsen an den Weihnachtsmann nach Himmelpfort. Eine Postmitarbeiterin wollte die Briefe nicht mit dem Vermerk "Empfänger unbekannt" zurückschicken. Deshalb beantwortete sie die Briefe selbst. Die beiden Kinder haben ihren Freunden offensichtlich von der Antwort erzählt. Denn in der folgenden Saison kamen bereits 75 Briefe für den Weihnachtsmann an.

Ab 1990 trafen mehr und mehr Weihnachtsbriefe in Himmelpfort ein, in der Adventszeit bis zu 2000 Briefe am Tag. Die Deutsche Post engagierte daher im Jahr 1995 erstmals zusätzliche Helferinnen, die den Weihnachtsmann beim Beantworten der Briefe unterstützen.

Quelle: Deutsche Post 

Übrigens liest sich die Geschichte der anderen Weihnachtspostämter ähnlich: Es startete immer mit einem oder einer Postmitarbeiter*in, die es nicht übers Herz brachte, einen Brief an den Weihnachtsmann oder das Christkind unbeantwortet zu lassen...daraus wird in meinen Augen deutlich, manche Traditionen entstehen nur durch eine selbstlose Tat, also...seien wir einfach alle öfter selbstlos <3

1. Dezember [Literarischer Adventskalender]

Dienstag, 1. Dezember 2020

 Die hohen Tannen atmen


Die hohen Tannen atmen heiser
im Winterschnee, und bauschiger
schmiegt sich sein Glanz um alle Reiser.
Die weißen Wege werden leiser,
die trauten Stuben lauschiger.

Da singt die Uhr, die Kinder zittern:
Im grünen Ofen kracht ein Scheit
und stürzt in lichten Lohgewittern, –
und draußen wächst im Flockenflittern
der weiße Tag zur Ewigkeit.

- Rainer Maria Rilke

Advent, Advent - ein literarischer Adventskalender

 Hallihallo und einen schönen ersten Dezember wünsche ich euch!

Na, habt ihr schon euer erstes Türchen aufgemacht? Für mich ist Weihnachten dieses Jahr tatsächlich das erste Mal die ZWEITschönste Zeit, nachdem ich festgestellt habe, dass ich mich noch mehr auf die nächste Aussaatperiode freue und schon ganz gespannt auf den Saatgutkatalog bin, den ich letzte Woche bestellt habe...zwar muss ich erst einmal planen, was auf den Beeten stehen soll und da habe ich ein bisschen Respekt, aber aufgeregt bin ich trotzdem ;-)

Nichtsdestotrotz möchte ich es euch und mir hier auf meinem Blog ein bisschen weihnachtlich herrichten und daher habe ich für jeden Tag passende Gedichte, Zitate, Rezepte und eine große Überraschung für den 24. Dezember vorbereitet! Ich finde es so schön, mich mit solchen literarischen (und kulinarischen) Kostbarkeiten die Weihnachtszeit zu bereichern, und ich hoffe, es geht euch genauso.

Deshalb lade ich euch ganz herzlich ein, weihnachtliche Gedanken, Erfahrungen, Buchempfehlungen oder eigene Blog-Adventskalender mit mir zu teilen und uns gemeinsam auf die Festtage zu freuen <3

Liebe weihnachtliche Grüße,
Isa

Erkältungstinktur selbst herstellen (Isa-approved)

Montag, 23. November 2020

Ihr Lieben!

Seit einigen Jahren beschäftige ich mich mit der Naturheilkunde und der Wirkung von Heilkräutern - ein bisschen, weil ich von der Pharmaindustrie Abstand gewinnen möchte, aber auch, weil ich die traditionelle Medizin und das Wissen um alte Nutzweisen von "Küchen-"Kräutern nicht in Vergessenheit geraten lassen will. 

Ich liebe es, Neues zu lernen, vor allem, wenn es um brauchbare Dinge geht. Es ist super spannend, zu wissen, wie ich im Notfall eine Erkältung oder eine Brandwunde behandeln kann, ohne auf die Apotheke angewiesen zu sein und mit den Jahren behält man sich die Pflanzen, die sich als nützlich erwiesen haben, im Garten (mal abgesehen davon, dass die meisten Heilkräuter auch eine wunderbare Wirkung als Schädlingsbekämpfer haben!). In diesem Blogbeitrag geht es um zwei Pflanzen, deren Zweige ihr JETZT noch ernten könnt (möglichst vor dem Frost), aber die meisten Super- oder Biomärkte bieten in ihrer Gemüseabteilung auch büschelweise Kräuter an, einfach mal schauen :-)

Heute möchte ich euch ein Rezept weitergeben, welches ich in einem der Bücher von meiner Mama gefunden habe und nun schon seit 2-3 Jahren immer wieder verwende. Naja, eigentlich kenne ich es mittlerweile auswendig, denn es ist wirklich einfach:

[Kein Kind ist falsch - Buchempfehlung] "Vor uns das Meer" - Alan Gratz

Montag, 19. Oktober 2020

Wenn das eigene Zuhause zu einem Ort der Angst und der Unmenschlichkeit wird, ist es kein Zuhause mehr. Josef ist 11, als er 1939 mit seiner Familie aus Deutschland vor den Nazis fliehen muss. Isabel lebt im Jahr 1994 in Kuba und leidet Hunger – auch sie begibt sich auf eine gefährliche Reise in das verheißungsvolle Amerika. Und der 12-jährige Mahmoud verlässt im Jahr 2015 seine zerstörte Heimatstadt Aleppo, um in Deutschland neu anzufangen. Alan Gratz verwebt geschickt und ungemein spannend die Geschichten und Schicksale dreier Kinder aus unterschiedlichen Zeiten. Er erzählt unsentimental und gerade dadurch ergreifend. Ein zeitloses Buch über Vertreibung und Hoffnung, über die Sehnsucht nach Heimat und Ankommen. (Quelle: Hanser)


Erscheinungsjahr: 2020
Format: gebunden
Seiten: 304
Genre: Jugendbuch
Verlag: Hanser

Buchempfehlung | "Bin im Garten" - Meike Winnemuth

Donnerstag, 15. Oktober 2020

»Ein Jahr im Garten leben. Gemüse anbauen. Bäume pflanzen. Blümchen natürlich auch. Wurzeln schlagen. Boden unter den Füßen finden, und zwar einen, den ich persönlich dorthin geschaufelt habe.« Weltreisende sucht Ort zum Bleiben: Mit Tempo und Witz erzählt Meike Winnemuth in ihrem Tagebuch von ihrem neuen Abenteuer – dem ersten eigenen Garten. Vom Träumen und Planen, Schuften und Graben, Säen, Pflanzen, Ernten, Essen. Vom großen Wachsen (Muskelkater!) und Werden (plötzlich: geduldig!). Und entführt uns dabei an einen paradiesischen Ort wahren Lebens, mit Radieschen und Schnecken, mit Rittersporn und anderen blauen Wundern. (Randomhouse.de)



Erscheinungsjahr: 2019
Format: Hardcover
Seiten: 320
Genre: Tagebuch
Verlag: Penguin

Top Ten Thursday #3 - 10 Bücher, die ich 2020 noch lesen will

Donnerstag, 8. Oktober 2020

Heute kann ich euch definitiv einen guten Morgen wünschen, denn es ist jetzt 8:18 Uhr und ich habe vor, diesen Beitrag definitiv nicht wieder den gesamten Tag hinauszuzögern, weil ich doch noch nicht ganz fertig damit bin ;D
Meine letzte Teilnahme an Aleshanees Top Ten Thursday ist nun auch schon wieder ZEHN Monate her (?!?!?!), deshalb ist es an der Zeit, endlich mal wieder daran teilzunehmen, zumal das heutige Thema eine gute Organisation bietet, die ich sowieso dringend nötig habe, um meinen frisch wiederentdeckten Leseeifer etwas zu kontrollieren und in geordnete Bahnen zu lenken (denn das ist momentan eher ein "Oh, dieses Buch könnte ich anfangen...aber das hier ist auch toll!" Und nach 5 Seiten fange ich dann doch etwas anderes an....).

Also, das Thema lautet:

10 Bücher, die ich in diesem Jahr gerne noch lesen würde.

Rezension | "Das Mädchen aus Glas" - Julie Hilgenberg

Mittwoch, 7. Oktober 2020

Guten Morgen, guten Mittag und guten Abend, Freunde! ;-)
Ich bin seit Kurzem wieder etwas aktiver in der Buch- und Rezensions-Szene (naja, eigentlich nicht, aber ich fühle mich wieder bereit dazu) und deshalb finde ich, es ist ein guter Zeitpunkt, um euch ein Buch vorzustellen, welches ich im Urlaub gelesen habe. Es war wirklich perfekt für die paar Tage Erholung und wird definitiv noch ein zweites Mal gelesen:
"Berlin, 1913. Elisa leidet unter der seltenen und wenig erforschten Glasknochenkrankheit, weshalb sie ihr wohlbehütetes Zuhause kaum verlässt. Louis ist ein Draufgänger und liebt das Risiko. Die von den Eltern vereinbarte Eheschließung erscheint ihnen zunächst wie eine Bestrafung – zumal Elisa in ihren Arzt Wilhelm verliebt ist. Doch während der Erste Weltkrieg heraufzieht, kommen Elisa und Louis sich näher. Als die beiden Männer an die Front müssen, zeigt sich, wie stark Elisa wirklich ist – und sie erfährt, was es bedeutet, wahrhaftig zu lieben." (Randomhouse.de)

Erscheinungsjahr: 2020
Format: Taschenbuch
Seiten: 512
Genre: Roman
Verlag: Diana

Abgebrochen | "Wie man einen Toaster überlistet" - Cory Doctorow

Donnerstag, 1. Oktober 2020

Guten Morgen, ihr Lieben!

Heute melde ich mich mit einem Buch zurück, um dessen Rezension ich mich zugegebenermaßen schon seit sehr langer Zeit drücke. Ich glaube, es ist über ein Jahr vergangen, seit ich den Roman von Randomhouse zur Verfügung gestellt bekommen habe (Danke dafür!).
Folgender Text auf der Seite von Randomhouse verspricht Großes:

"Nach vielen Jahren in Flüchtlingsheimen und Notunterkünften kann Salima endlich in ein Hochhausapartment umziehen. Das Gebäude ist zwar neu, aber damit fangen die Probleme erst an: Der intelligente Toaster gibt auf einmal den Geist auf und nimmt nur noch das Brot der Toastermarke an. Dann fällt der Kühlschrank aus. Als Salima feststellt, dass selbst der Fahrstuhl die ärmeren Mieter benachteiligt, fasst sie einen Entschluss. Es muss doch einen Weg geben, sich in die Haushaltsgeräte zu hacken und sie wieder frei verfügbar zu machen! Gesagt, getan ..." (Quelle: randomhouse.de)

Der Inhalt klingt super spannend und solche Zukunftsvisionen sind ein Thema, für das ich mich zeitweise sehr interessiere (auch wenn mir einige Szenarien wirklich Sorgen machen, gerade was die Natur betrifft), aber irgendwie...bin ich nicht in die Geschichte hineingekommen. Ich habe es genau bis Seite 48 geschafft, dann war Schluss. Mir fiel es sehr schwer, mich zu konzentrieren und auf die Handlung einzulassen und deshalb ging die ganze Aktion in die Hose. Ich konnte mich nicht mit Salima identifizieren und habe mir die gesamte Situation nur schwer vorstellen können. Vielleicht ist mein Interesse an Science Fiction hier an seine Grenzen gestoßen, wer weiß. 

Mein erstes Gartenjahr und was ich nächstes Jahr besser machen will.

Montag, 31. August 2020

 


Ihr Lieben,

es ist nun fast Herbst und dem Garten geht langsam aber sicher die Puste aus. Dieses Jahr war das erste Jahr, in dem ich mich bewusst mit dem Gemüseanbau & Co. beschäftigt habe und dabei eine mehr oder minder erfolgreiche Ernte verzeichnen konnte (bisher). 

Im Januar oder Februar bin ich auf YouTube zufällig über einige sehr interessante Videos gestolpert, in denen die Selbstversorgung durch den eigenen Garten thematisiert wurde. Zwar war mir dieses Feld nicht unbekannt, aber soooo genau habe ich mich nie dafür interessiert. Ab diesem Jahr schon :-) Anfangs war ich eher diejenige, die mit guten Ratschlägen aus dem Internet um die Ecke gekommen ist, während meine Eltern die Beete bewirtschaftet haben (und von meinen Tipps natürlich nicht viel hören wollten, ich kanns ihnen nicht verdenken). 

[Kein Kind ist falsch - Buchvorstellung] "Über die Grenze" - Maja Lunde

Mittwoch, 26. August 2020

Guten Morgen, ihr Lieben!
Heute setze ich meine Buchvorstellungsreihe "Kein Kind ist falsch" fort und berichte euch hier über einen Kinderroman zum Thema "Flucht" aus einer anderen Perspektive als bisher...

Norwegen unter deutscher Besatzung 1942. Zwei jüdische Kinder müssen über die Grenze nach Schweden, wo ihr Vater wartet. Doch die erwachsenen Helfer werden verhaftet, und zwei norwegische Kinder springen ein … 
Gerda ist zehn und hat gerade »Die drei Musketiere« gelesen. Naiv, abenteuerlustig und ausgestattet mit einem hitzigen Temperament, beschließt sie, Sarah und Daniel auf ihrer Flucht zu helfen. Ihr ängstlicher Bruder Otto geht zögernd mit. Es wird für die vier Kinder ein Abenteuer auf Leben und Tod. (Quelle: Verlag)

Erscheinungsjahr: 2019
Format: Hardcover
Seiten: 192
Genre: Kinderroman
Verlag: Urachhaus
Empfohlen ab 9 Jahren.

Umdenken oder weiterdenken...?

Freitag, 10. Juli 2020


Ich stecke seit einiger Zeit in einem Dilemma: Wohin führt der Weg meines Blogs? Mittlerweile hat sich einiges angesammelt, über das ich auch schreiben will, gleichzeitig wollte ich seit Beginn an strikt trennen, was ich hier und anderswo schreibe (auch wenn ich das hin und wieder anders kommuniziert habe). 
Das hier ist ein Buchblog. Hier gehören Meinungen zu Büchern hin. Ihr, die mir folgt, seid ebenfalls "Buchmenschen". Aber ehrlich gesagt juckt es mich in den Fingern, meine Grenzen zu verwischen und mich über die Dinge auszutauschen, die mich seit langem oder auch erst seit kurzem außerhalb der Buchwelt interessieren: 
das Gärtnern. Backen & kochen mit Gartenprodukten und vor allem die Naturheilkunde (mehr oder weniger). Seit einigen Jahren habe ich ein Faible für diese "alte Kunst". Manche nennen es Esoterikkram. Ich empfinde es eher als meine persönliche Rebellion gegen die Schnelllebigkeit und die Abhängigkeit von der Pharmaindustrie. Vielleicht hantiere ich manchmal auch mit Kristallen. ;D

Ich möchte nicht den Eindruck erzeugen, Bücher wären mir nicht mehr wichtig, ich lese natürlich immer noch hochfrequent und werde auch weiterhin diesen Schwerpunkt auf dem Blog wahren. Nur kommen vielleicht auch andere Schwerpunkte dazu, weil ich mehr als nur "Bücher" bin und auch viel mehr zu sagen habe. Genaugenommen entspräche diese Themenerweiterung sogar ganz meinem Blogtitel - die Natur ist eine ganz eigene "Welt", deren Erkundung hochinteressant ist. Und vielleicht habt ihr auch Interesse an meinen Erfahrungen. :)

Viele liebe Grüße,
eure Isa

[Kein Kind ist falsch] Interessante Fluchtliteratur. Eine Liste.

Mittwoch, 1. Juli 2020

Herzlich Willkommen in meiner kleinen (hoffentlich bald längeren) Liste an lesenswerten Büchern zu meiner Aktion/Kampagne
KEIN KIND IST FALSCH
die ich fortführen und aktualisieren werde, da ich selbst von der Rarität solcher Literatursammlungen zu den Themen "Flucht, Migration und Rassismus" erstaunt bin und die Meinung vertrete, dieses Genre wäre viel populärer (oder zumindest beachtet), wenn es in die etablierten Kategorien des Buchgeschäfts mit aufgenommen würde (neben "Liebesroman" und "Biografie" ist doch noch Platz für eine weitere Subkategorie!). Einige der Bücher habe ich schon rezipiert, vorhandene Rezensionen verlinke ich natürlich (das dauert allerdings noch ein wenig, ich habe noch ziemlich Ärger mit der Codierung dieser Klappbox im Folgenden).

Diese Liste bezieht sich jedoch nur auf Kinder und Jugendliteratur und ist alphabetisch nach Nachname des Autors/ der Autorin geordnet.


Boie, Kirsten: Bestimmt wird alles gut


Illustrator: Jan Birck
Erscheinungsjahr: 2015
Format: gebunden
Seiten: 48
Verlag: Klett Kinderbuch

"Früher haben Rahaf und Hassan in der syrischen Stadt Homs gewohnt und es schön gehabt. Aber dann kamen immer öfter die Flugzeuge und man musste immerzu Angst haben. Da haben die Eltern beschlossen wegzugehen in ein anderes Land. Wie sie über Ägypten in einem viel zu kleinen Schiff nach Italien gereist sind und von dort weiter nach Deutschland – das alles hat sich Kirsten Boie von Rahaf und Hassan erzählen lassen und erzählt es uns weiter. Auch von einer schimpfenden Frau im Zug und einem freundlichen Schaffner. Und von Emma, die in der neuen Schule Rahafs Freundin wird." (Quelle: Klett Kinderbuch)

Altersempfehlung: ab 6 Jahren

Rezension | "Zwei Wochen im Juni" - Anne Müller

Dienstag, 23. Juni 2020

"Ada liebt ihr Elternhaus an der Ostsee mit dem herrlichen Bauerngarten, doch nun heißt es, Abschied nehmen. Nach dem Tod der Mutter muss Gragaard verkauft werden. Zusammen mit ihrer Schwester Toni räumt sie Haus und Bootsschuppen aus, und eine Reise in die Vergangenheit beginnt: Da sind die Abendkleider der Mutter, die die rauschenden Sommerfeste wiederaufleben lassen und die glücklichen Tage, bevor der Vater die Familie verließ. Und da sind die Ölporträts, die der russische Maler Maxim, um dessen Aufmerksamkeit die Mädchen buhlten, einst von ihnen angefertigt hat. Als sie im Sekretär einen Brief der Mutter an sie beide finden, fasst Ada endlich den Mut, sich ihren Sehnsüchten zu stellen, und aus dem Abschied wird Aufbruch." (Quelle: Randomhouse.de)


Erscheinungsjahr: 2020
Format: Hardcover
Seiten: 240
Genre: Roman
Verlag: Penguin

Buchempfehlung | "Bis die Zeit verschwimmt" - Svenja K. Buchner

Mittwoch, 29. April 2020

Ich möchte euch heute gern ein weiteres Jugendbuch ans Herz legen, welches ich mit großer Freude gelesen habe. (Danke an den Verlag für das Rezensionsexemplar!)

Zeit. Für Helene bleibt sie stehen, als ihre beste Freundin Cassie stirbt. Weiterleben kann sie nur, indem sie Antworten sucht – beim Amokläufer, bei seinen Opfern, bei den Hinterbliebenen. Helene verliert sich in Wut, Trauer und Schuld. Nur manchmal, zusammen mit Erik, kommt das längst vergessene Gefühl der Leichtigkeit zurück. Aber darauf kann Helene sich nicht einlassen, ohne Cassie zu verraten ...( Quelle: lovelybooks.de)

Erscheinungsjahr: 2020
Format: Hardcover
Seiten: 319
Genre: Jugendroman/ Coming-of-Age
Altersempfehlung: ab 13 Jahren
Verlag: Thienemann

Über die eigene Lesebiografie reflektieren - Sechs Fragen

Freitag, 10. April 2020

Ich habe in meinem ersten Semester an der Uni eine Aufgabe erfüllen müssen, die bei den anderen Studierenden, die diese Vorlesung besuchten, größtenteils Unmut hervorrief. "Schreibt eure eigene Lesebiografie!" Es war nachvollziehbar, dass viele meiner Kommilitonen in dieser Aufgabe keinen Sinn erkennen konnten, da die meisten von ihnen kaum lasen. Ich dagegen fand die Idee toll. Und je länger ich über meinen Kontakt mit Büchern nachdachte und mein Leseverhalten reflektierte, desto mehr konnte ich erkennen, dass mein Bezug zum Lesen stark mit meiner Sozialisation, meiner Familie und dem Verlauf meines weiteren Lebens verknüpft ist.

Weil ich sehr neugierig bin, wie eure Lesebiografie aussieht, habe ich mir ein paar Fragen überlegt, die ihr gern in euren eigenen Blog kopieren könnt, um sie ebenfalls zu beantworten! Ich würde mich sehr darüber freuen. :-)
Man kann viele interessante Schlüsse über die eigene Kindheit ziehen und meiner Meinung nach macht das dieses diffuse Konstrukt "Leseförderung" ein bisschen transparenter und leichter zu verstehen: Was ist nötig, um einen Menschen zum Lesen zu bringen? Und da viele von uns nun (mehr oder weniger) zu Hause gefangen sind, ist es doch genau die richtige Zeit, um mal die eigene Vergangenheit zu reflektieren. Ich denke, es ist in den meisten Fällen die bessere Alternative zum minutiösen Verfolgen der Tagesnachrichten. ;-)

[Kein Kind ist falsch - Buchvorstellung] "Als wir Adler wurden" - Uticha Marmon

Freitag, 3. April 2020

Hallo, ihr Lieben!
Ich setze heute meine Blogaktion fort und stelle euch ein Kinderbuch vor, in welchem sehr eindrücklich erzählt wird, was Vorurteile, Hass und eine falsche Vorstellung von Gerechtigkeit mit Freunden, Nachbarn, Arbeitskollegen anstellen können und wie eine ganze Siedlung kollektiv wegschaut, wenn die Abneigung zu Rassismus wird.

Jannik und Loni sind beste Freunde. Zusammen mit den anderen Kindern aus der Straße erleben sie die genialsten Abenteuer. Die Geschichten dafür gibt Bo vor, Janniks älterer Bruder. Doch irgendwann verändern sich ihre Spiele, denn Bo erfindet immer neue Regeln. Eine davon lautet: Loni ist anders. Und das nur, weil ihre Mutter aus Kenia kommt. Jannik muss sich entscheiden, was ihm wichtiger ist – dazuzugehören, oder Loni als Freundin nicht zu verlieren. Aber dann passiert etwas, was niemand vorausgesehen hat … (Quelle: FISCHER Sauerländer)

Erscheinungsjahr: 2020
Format: Hardcover
Seiten: 224
Genre: Kinderbuch
Altersempfehlung: ab 9 Jahren
Verlag: FISCHER Sauerländer

[Rezension] "Die stummen Wächter von Lockwood Manor" - Jane Healey

Dienstag, 31. März 2020

Heute möchte ich einen Roman vorstellen, der zu einem Genre zählt, welches ich normalerweise eher selten zur Hand nehme...eine Historie. Dieser hier hat mich trotzdem sehr positiv überrascht.

1939. Hetty Cartwright muss eine Sammlung des Londoner Natural History Museum vor dem heraufziehenden Krieg in Sicherheit bringen – ins verfallene Herrenhaus Lockwood Manor. Doch das Haus wirkt auf Hetty wie verflucht: Ihre geliebten Exponate, der ausgestopfte Panther, die Kolibris und der Eisbär, verschwinden, werden zerstört und scheinen nachts umherzuwandern. Zusammen mit der Tochter des tyrannischen Hausherrn, Lucy Lockwood, versucht Hetty, die nächtlichen Geschehnisse zu ergründen, und bringt ein tragisches Geheimnis ans Licht. Eine fesselnde und betörende Geschichte über eine große Liebe und den Wahnsinn einer Familie, ihre lang vergrabenen Geheimnisse und versteckten Sehnsüchte. (Quelle: Hanser)

Erscheinungsjahr: 2020
Genre: Historischer Roman, Liebesroman
Sprache: Deutsch (übersetzt von Susanne Keller)
Verlag: hanserblau
Seiten: 384

Schubladendenken

Montag, 30. März 2020

Heute habe ich
eine Schublade aufgezogen
in meinem Gedächtnis.
Aus Versehen,
ich wusste gar nicht mehr, 
was ich dort alles verstaut hatte.
Und jetzt denke ich,
dass es vielleicht besser gewesen wäre,
sie irgendwie zu markieren,
damit ich sie auf keinen Fall 
versehentlich öffnen kann.

Nun ist die Schublade auseinandergefallen,
so spröde war sie schon,
und all die sorgsam archivierten Erinnerungen 
haben sich 
über meinen Boden der Tatsachen
verteilt,
und mein Blick ist wie 
festgefroren
darauf gerichtet,
und es wird wieder 
so,
so
lange dauern,
bis ich den ganzen Mist
zurück in den Schrank
gestopft habe.

Meine Fassungslosigkeit über das Verharmlosen von sexueller Nötigung in "AbendGewitter" - D. C. Odesza

Samstag, 28. März 2020

[SPOILERGEFAHR, NOT SORRY] Freunde, ich bin enttäuscht. Und zwar so richtig. Ich denke, ich irre mich nicht, wenn ich behaupte, der Großteil von euch kennt die berüchtigte "Panama"-Reihe von D. C. Odesza, oder? Auf Lovelybooks hat der erste Teil, AbendGewitter, unglaubliche 4,8 Sterne und auf Amazon haben die beiden Folgenden Bände sogar 4,9!! Tja, was soll ich sagen - ich habe mich blenden lassen. Aber lest selbst.

Panama. Zwei junge Studentinnen treten ihr Auslandsjahr an. Das erste Ziel ist Panama-Stadt. Allerdings ahnen beide noch nicht, dass sie das Land nicht mehr so schnell verlassen werden. Vom ersten Tag an scheint sie das Finstere zu verfolgen. Das Dunkle, das kein Gesicht besitzt, sondern eine Maske. ALESSIO! Wer ist dieser rätselhafte Mann? Ein Schatten? Ein Feind? Oder doch ein Beschützer?
Wohl kaum …
(Quelle: Amazon)

Erscheinungsjahr: 2019
Genre: Erotik
Sprache: Deutsch
Verlag: M.N.
Seiten: 444

[Kein Kind ist falsch - Buchvorstellung] "Am Abend vor dem Meer" - Khaled Hosseini

Montag, 23. März 2020

Entschuldigt bitte die grausige Bildqualität - ich bin ratlos. Seit einigen Wochen werden hochgeladene Fotos von Blogspot so sehr verpixelt und ich habe schon alles ausprobiert, was mir eingefallen ist. Nichts hat funktioniert...
Aber kommen wir nun zu dem Highlight, welches ich euch unbedingt vorstellen möchte:

Am 2. September 2015 ertrank Alan Kurdi bei dem Versuch, sich über das Mittelmeer nach Europa in Sicherheit zu bringen. Er war drei Jahre alt und stammte aus Syrien. Khaled Hosseini war selbst ein Flüchtlingsjunge, der fern von seinem Heimatland Afghanistan aufwuchs. Diese Erfahrung von Trennung und Heimweh prägt die einzigartige emotionale Kraft seiner Bücher und wurde für ihn schriftstellerischer Antrieb wie gesellschaftspolitischer Auftrag: Seit vielen Jahren unterhält er eine eigene Stiftung und ist Sonderbotschafter des UNHCR. (Quelle: Fischer Verlage)

Erscheinungsjahr: 2018
Genre: Zeitgenössische Literatur
Sprache: Deutsch (übersetzt von Henning Ahrens)
Verlag: Fischer
Seiten: 48

Was tun in der Isolation? 10 Ideen.

Freitag, 20. März 2020

Meine Lieben, auch wenn ihr es bestimmt leid seid, über das böse Wort mit C zu reden, schreiben und zu lesen, lege ich euch diesen Post ans Herz. Denn ich möchte nicht nörgeln oder jammern, wie stark ich mich eingeschränkt fühle (bisher sind meine Familie und ich glücklicherweise vom Virus verschont geblieben!), sondern euch dazu inspirieren, die Gelegenheit zu nutzen und endlich mal die Dinge zu tun, die uns gut tun. Jetzt ist die Zeit dafür! Lasst uns uns zusammenreißen und nicht nur auf der faulen Haut liegen. Ich muss mich auch ständig neu überwinden, aber es ist so ein tolles Gefühl, am Ende des Tages zu wissen: Ich habe etwas geschafft. Also folgen hier meine Ideen für einen guten Tag.
Endlich mal wieder im Garten arbeiten. Es ist Zeit, Beete umzugraben, vertrocknete Pflanzen vom Vorjahr zu entfernen, Bäume und Sträucher zurückzuschneiden und vor allem eins: die Sonne zu genießen! Es gibt genügend zu tun, denn der Frühling ist da! Und das heißt Säen, Säen, Säen.

Rezension | "Verity" - Colleen Hoover

Montag, 16. März 2020

Da ich in den letzten Tagen abgesehen von langen Spaziergängen und Nachmittagen im Garten keinen Schritt aus dem Haus gegangen bin, hatte ich viel Zeit zum Lesen (ok, eigentlich nicht. Ich hätte sie auch effektiver nutzen können), deshalb gibt es heute eine Rezension zu einem brandneuen Co-Ho-Buch! Viel Spaß! (Das Foto war scharf, bevor ich es hochgeladen habe...)

"Die Jungautorin Lowen Ashleigh bekommt ein Angebot, das sie unmöglich ablehnen kann: Sie soll die gefeierten Psychothriller von Starautorin Verity Crawford zu Ende schreiben. Diese ist seit einem Autounfall, der unmittelbar auf denTod ihrer beiden Töchter folgte, nicht mehr ansprechbar und ein dauerhafter Pflegefall. Lowen akzeptiert – auch, weil sie sich zu Veritys Ehemann Jeremy hingezogen fühlt. Während ihrer Recherchen im Haus der Crawfords findet sie Veritys Tagebuch und darin offenbart sich Lowen Schreckliches ..." (Quelle: dtv)

Erscheinungsjahr: 2020
Genre: Psychothriller
Sprache: Deutsch (übersetzt von Katarina Ganslandt)
Verlag: dtv / BOLD
Seiten: 368

[Kein Kind ist falsch - Buchvorstellung] "Dazwischen Ich" - Julya Rabinowich

Dienstag, 10. März 2020

Starten wir mit der ersten Buchvorstellung zu meiner Aktion "Kein Kind ist falsch". Heute ganz im Zeichen geflüchteter Kinder aus dem Nahen Osten.
Dieses Buch war Thema meiner letzten Hausarbeit in der Uni und wurde dahingehend von mir sehr gründlich analysiert und interpretiert ;-)

"Wo Madina herkommt? Krieg herrschte dort. Nun lebt die endlich mit ihrer Familie in einem Land, das Sicherheit verspricht. Für sie fühlt es sich hier nach Zukunft an. Doch die Eltern lässt die Vergangenheit nicht los. Und so ist es an Madina, tätig zu werden. Mittlerin zu sein zwischen ihrer Familie im Flüchtlingsheim und dem unbekannten Leben außerhalb." (Klappentext)

Erscheinungsjahr: 2016
Genre: Jugendbuch
Sprache: Deutsch
Verlag: Hanser (2. Auflage 2018 dtv)
Seiten: 256 (303)

Kein Kind ist falsch - Bücher über Flucht-, Migrations- und Rassismuserfahrungen von Kindern

Donnerstag, 5. März 2020


Eine Aktion gegen das Vergessen und Missachten von Kinderrechten, gegen Diskriminierung, Rassismus und Relativieren von Traumata durch Kriegs- und Fluchterlebnisse.


Rezension | "Die Klamm" - Reinhard Kleindl

Mittwoch, 4. März 2020

Ohje, es hat mich erwischt. Ich bin krank, aber sowas von. Die Erkältung hätte sich keinen besseren Zeitpunkt aussuchen können, als zweieinhalb Tage vorm Konzert auszubrechen. Bisher weigere ich mich noch, mir nach der Absage der LBM auch diese Freude verderben zu lassen, aber eine hustende Person im Zug geht den meisten Leuten momentan ja gewaltig gegen den Strich.

»Er ist zurück, es beginnt erneut.« Zuerst erhält die Wiener Mordermittlerin Anja Grabner die rätselhafte Botschaft. Wenig später verschwindet eine Familie, und niemand will etwas gesehen haben. Ein Detail lässt Anja keine Ruhe. Im Haus der Verschwundenen fand man tote Ameisen – genau wie bei einer anderen Familie, die vor einigen Jahren in dem einsamen Bergdorf Klamm nach tagelanger Qual grausam ermordet wurde. Ist der Täter von damals erneut dem Blutrausch verfallen? Anja begibt sich in Klamm auf die Suche nach der Wahrheit und steht bald vor dunklen Abgründen … (Quelle: Randomhouse)

Erscheinungsjahr: 2019
Genre: Thriller
Sprache: Deutsch
Verlag: Goldmann/ Randomhouse
Seiten: 448

Buchempfehlung | "Veronika beschließt zu sterben" - Paulo Coelho

Freitag, 28. Februar 2020

Ich melde mich mit einem interessanten und sehr philosophischen Roman im Gepäck zurück, gedanklich immer noch sehr ergriffen von der Prägnanz des Themas und der überraschenden Wendung am Ende...

Die Geschichte einer unglücklichen jungen Frau, die sterben will und erst angesichts des Todes entdeckt, wie schön das Leben sein kann, wenn man darum kämpft und etwas riskiert. Ein wunderbares Buch über die Prise ›Verrücktheit‹, die es braucht, um den eigenen Lebenstraum Wirklichkeit werden zu lassen, und eine große Liebeserklärung an das Glück in jedem von uns. (Quelle: Diogenes Verlag)

Erscheinungsjahr: 2017 (diese Ausgabe), 1998
Genre: Roman, Psychologie-Fiktion
Originalsprache: Brasilianisch (Portugiesisch)
Sprache: Deutsch, übersetzt von Maralde Meyer-Minnemann
Verlag: Diogenes deluxe
Seiten: 288

Gemeinsam Lesen #4 - Das Wolkenschloss

Dienstag, 25. Februar 2020

Heute möchte ich auch gern mal wieder bei der Aktion von Schlunzen-Bücher teilnehmen, mein letzter Aktionspost ist schon viel zu lange her und über mein aktuelles Buch will ich am liebsten eh pausenlos reden :D


1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Das Buch, welches ich gerade lese (genau genommen seit gestern), ist "Wolkenschloss" von Kerstin Gier aus dem Fischer-Verlag und ich bin am Anfang des 9. Kapitels auf Seite 143.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
"Offiziell waren Doppelschichten natürlich nicht erlaubt, inoffiziell arbeitete aber fast jeder hier im Hotel weit mehr, als die gesetzlich vorgeschriebene Höchstarbeitszeit erlaubte, und mit den Pausen nahm man es auch nicht so genau." ("Wolkenschloss", S.143)

Falling Fast - Bianca Iosivoni | Mein Appell gegen das Missverstehen und Relativieren psychischer Erkrankungen

Sonntag, 23. Februar 2020


SPOILERWARNUNG Vor ein paar Wochen wollte ich mir während meiner Klausurenphase etwas Gutes tun und bestellte mir daraufhin einige Bücher, die momentan in der New Adult-Szene so gehyped werden (was ich bisher noch nie gemacht habe). Gerade um Bianca Iosivonis „Falling Fast“-Reihe bin ich sehr lange herumgeschlichen, weil die Cover natürlich auch mich total verzaubert haben. Warum ich nun doch enttäuscht und auch ein bisschen wütend bin, aber es wahnsinnig wichtig finde, einen Versuch zu starten, über die Wahrheit aufzuklären, könnt ihr im Folgenden lesen. 
Ich habe vorsichtshalber eine Spoilerwarnung vor diesen Post gesetzt, da ich möglicherweise einige Dinge schreiben werde, die als Spoiler zählen könnten.

Zuerst ein paar Eckdaten:
Erscheinungsjahr: 2019
Genre: New Adult
Sprache: Deutsch
Verlag: LYX
Seiten: 480